Leseförderung an der NMS Algersdorf

Was ist Leseförderung?
Der Begriff „Leseförderung“ kann auf zweierlei Weise verstanden werden:
1. als Förderung der Fertigkeit des Lesens schlechthin,
2. als Förderung der Lesefreude und Steigerung der Lesemenge.
Beide Lesearten spielen in unserer Schule eine wichtige Rolle.
Die erste Leseart ist der Grundstock allen schulischen Handelns. Die Schülerinnen und Schüler erwerben im Unterricht an unserer Schule in hohem Maße Fertigkeiten, mit Texten umzugehen. Die zweite Leseart wird sowohl im als auch außerhalb des Unterrichts berücksichtigt. In der Öffentlichkeit wird fast immer nur gefordert, das Lesen fiktionaler Texte zu fördern. Dabei wird übersehen, dass Sachtexte ebenso wichtig, in machen Entwicklungsphasen der Kinder so gar wichtiger sind.

 

Leseförderung im Unterricht
Bereits in den Jahrgangsstufen 5 und 6 haben Buchvorstellungen und gemeinsames Lesen von fiktionalen Texten Tradition, die über den Lehrplan hinausgeht. Das leistet anfangs besonders das Fach Deutsch, später kommt Englisch mit ersten Lektüren hinzu. Das genaue Lesen wird in der sogenannten „Lesezeit“, die täglich von 8.00 Uhr bis 8.20 Uhr stattfindet, trainiert. Das Beachten feiner Unterschiede der Wortbildung ist uns dabei besonders wichtig, ebenso wie das Erklären sogenannter unbekannter Wörter.
Neben der Unterrichtslektüre gibt es das „extensive Lesen“, d.h., dass zwar alle einen Text lesen, sich aber kein erschließendes Unterrichtsgespräch anschließt, sondern ein Austausch von Eindrücken und Fragen.

Förderunterricht und Unverbindliche Übung
Besonders im Fach Deutsch empfehlen die Lehrkräfte Schülerinnen und Schüler, deren Fertigkeiten im Umgang mit der Sprache eine verstärkte Förderung fordern. Oft ist die Verbesserung der Lesefertigkeit dort der erste Schritt zu einer verbesserten Mitarbeit im Unterricht. In der unverbindlichen Übung Lesen wird 2 Stunden pro Woche mit einzelnen Schüler/innen/n der 1. und 2. Klasse intensiv zusätzliche Leseerziehung durchgeführt.

 

Leseempfehlungen
In allen Fächern sind weiterführende Leseempfehlungen selbstverständlich. Oft bekommen Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, ihre private Lektüre in Form eines Vortrags, einer Präsentation einzubringen. Umgekehrt nehmen auch wir Lehrkräfte gerne Leseempfehlungen der Schülerinnen und Schüler an. So entwickelt sich oft ein Dialog über Lektüren außerhalb des Unterrichts.
Die Schulbibliothek
Das Angebot der Medieneinheiten aller Art und die regelmäßigen Öffnungszeiten sind für sich schon eine Förderung des Lesens. Neben vielen fiktionalen Texten für alle Altersstufen und Interessensgebiete sind Schwerpunkt des Bestandes die Sachtexte, von denen besonders Jungen angesprochen werden, die für Romane nicht zu begeistern sind, und so auch im schwierigen Alter am Lesen gehalten werden. Einige Klassen besitzen sogar eine eigene, von den Schülerinnen und Schülern selbst finanzierte, Klassenbibliothek.

 

Lesen in offenen Unterrichtsformen
Im Rahmen des Erwerbs von Medienkompetenz wird die Fertigkeit der Kinder trainiert, sich Informationen in allen Printmedien verfügbar zu machen. Offene, projektorientierte Unterrichtssequenzen in fast allen Fächern  zwingen und motivieren Schülerinnen und Schüler von ihrer Lesekompetenz Gebrauch zu machen.
Atmosphäre

Es ist erlaubt zu sagen, dass die Vielzahl der Maßnahmen in der NMS Algersdorf eine ausgesprochen lebhafte Atmosphäre des Lesens und sich darüber Austauschens schafft.